Ambulante Geburt
Wenn sich Eltern für eine ambulante Geburt entscheiden, gehen sie mit ihrem Neugeborenen etwa 4-6 Stunden nach der Geburt nach Hause. Die diensthabende Hebamme prüft, ob die Voraussetzungen für eine ambulante Geburt geschaffen sind. Wichtig ist auch, dass die weitere Versorgung durch eine Nachsorgehebamme gesichert ist. Mancherorts ist diese nicht allzu leicht zu finden, deshalb kann die Doula auch bei der Suche nach einer Nachsorgehebamme unterstützen.
Wichtig ist, dass die Eltern gut vorbereitet sind. Hierzu zählt die besondere Wachsamkeit, gerade bei Erstgebärenden. In den ersten Stunden und Tagen lernen sie ihr Kind am besten kennen, wenn sie sich Zeit nehmen, es zu beobachten, kleine Zeichen wahrzunehmen und auf diese Zeichen zu reagieren.
Ebenso wichtig ist es, für Mutter und Kind eine erholsame Schlafsituation zu schaffen. Viele Babys entspannen sich am besten, wenn sie den Herzschlag und die Haut der Mutter spüren. Dabei ist ein wichtiges Thema auch, wo und wie schläft das Baby? Stichwort: Sicheres Familienbett.
Doulas können Familien vorbereitend und direkt nach der Geburt unterstützen, wenn sie sich zu einer ambulanten Geburt entschließen. Schon vor der Geburt können sie gemeinsam erarbeiten, wer welche Aufgabe im Wochenbett übernimmt, damit Mutter und Kind sich in Ruhe kennenlernen können. Man richtet den Schlafplatz mit den Eltern ein und gibt im Bedarfsfall Kontakte zu Stillberaterinnen oder Hilfestellen.
Zusammen mit der Nachsorgehebamme und der Unterstützung der Doula ist eine ambulante Geburt ein guter Start in die turbulente Familienzeit.